»Zen To Done« — der Praxistest. Neue Serie auf Orangetopic

»Zen To Done« — der Praxistest. Neue Serie auf Orangetopic

Raus aus dem Chaos. Mit dem Produktivitätssystem „Zen To Done“ werde ich versuchen, meine Dinge besser geregelt zu bekommen.

Kennt ihr das Problem, am Ende des Tages doch nur die Hälfte der Dinge geschafft zu haben, die man in den Morgenstunden fein säuberlich auf seiner To-Do-Liste vermerkt hatte? Dieses gemeine Gefühl, Ziele nicht erreicht zu haben, ist nicht das einzige Problem, was mich ärgert. Zu viele Eingänge, Stapel an Zetteln, angefangene Post-its, Kalender im Handy, Kalender auf dem Computer, zu wenige Pausen, sowie ein fehlendes Ordnungssystem, das gut zu handeln ist.

Die Qual der Wahl …

Letztes Jahr hatte ich eine Phase, in der ich konkret versuchte, etwas dagegen zu unternehmen. Ich setzte alles daran, die Weisheiten des Buches „Getting Things Done“ („Wie ich die Dinge geregelt kriege“) von David Allen in mir aufzusaugen. Die drei Buchstaben G-T-D sind für viele „Life-hacker-Blogger“, so wie sich eine Reihen von Enthusiasten im Netz nennen, der Schlüssel zu mehr Produktivität. Blogs, wie Lifehacker, 43 Folders oder auch Imgriff, beschäftigen sich mit der GTD-Methode, sowie Tipps und Tools, die für mehr Produktivität im Alltag sorgen.

Ich ordne, also bin ich?

Eines der Dreh– und Angelpunkte der GTD-Methode ist das Führen von Listen — und zwar mithilfe eines konkreten Systems. David Allen schlägt vor, Kontexte für seine Aufgaben einzurichten, wie zum Beispiel @Arbeit, @Mail, @Telefon, @Projekte, @Home, @Privat, @Einkauf, @Vielleicht usw., die jeweils als eigene Listen in einem Notizbuch abrufbereit sein sollen. Natürlich haben diese Kontexte unter anderem das Ziel, sich einen besseren Überblick zu verschaffen und Ordnung zu bringen.

Doch diese vielen Kontexte verschwanden schnell in meinem Notizbuch und mir fehlte die Disziplin, sie immer wieder durch zuarbeiten. Ich vermute, diese Fülle an Listen war ein ausschlaggebender Grund, warum ich an der GTD-Methode gescheitert bin. Aber eventuell hat es auch deshalb nicht geklappt, weil ich mit vielen Ansätzen des Buches überfordert war und es letztendlich gar nicht zu Ende gelesen habe. Wahrscheinlich fehlte mir auch ganz einfach die Disziplin und das Durchhaltevermögen. Dennoch war Allens Buch für mich die Initialzündung, etwas in meinem Leben zu verändern. Am Besten einfach selbst ausprobieren. „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ empfehle ich auf jeden Fall.

Ist „Zen“ ein Garten in Japan?

Vor einiger Zeit stieß ich auf das E-Book „Zen To Done“ von Leo Babauta, Gründer des Blogs „Zen Habits“. Die Autoren von Imgriff haben das Buch in die deutsche Sprache übersetzt und ich kann es allen, die in ihren Alltag feste Gewohnheiten einbauen und ihren „Kram endlich wieder erledigt bekommen wollen“ nur Wärmstens empfehlen. Imgriff bietet die deutsche Übersetzung kostenlos als PDF zum Download an.

Hier geht’s zum E-Book Zen To Done

Der Journalist und Autor Leo Babauta empfiehlt sein Buch vor allem den Leuten, die mit der GTD-Methode nicht zurecht gekommen sind. „Es konzentriert sich sehr lebensnah auf die Gewohnheitsänderungen, die nötig sind, um GTD erfolgreich anzuwenden, aufs Handeln, Vereinfachen und auf eine möglichst einfach gehaltene Struktur“, schreibt er.

Seine fünf Kritikpunkte an GTD:

  • … ist eigentlich eine Abfolge von Gewohnheitsänderungen.
  • … legt zu wenig Gewicht auf das Handeln.
  • … bietet zu wenig Struktur.
  • … will zuviel schaffen — und erzeugt so Stress.
  • … vernachlässigt die persönlichen Ziele.

Im Zentrum seines Buches stehen zehn Gewohnheiten, mit denen man sein Leben produktiver gestalten kann.

  1. Sammeln
  2. Durcharbeiten
  3. Planen
  4. Handeln
  5. Das einfache, vertrauenswürdige System
  6. Organisieren
  7. Der Wochenrückblick
  8. Vereinfachen
  9. Routinen
  10. Finde Deine Leidenschaft

Wird jetzt alles Zen?

Ich habe „Zen To Done“ bereits gelesen und würde am Liebsten alle Gewohnheiten sofort in meinem Alltag verankern. Doch Babauta empfiehlt, sich für jede der insgesamt zehn Gewohnheiten ungefähr 30 Tage Zeit zu nehmen.

Ab nächster Woche werde ich auf Orangetopic in regelmäßigen Abständen darüber berichten, wie ich Zen To Done in meinen Alltag integriert habe und wie es mir damit ergeht.

Was denkt ihr über Ordnungssysteme und welche nutzt ihr so?

Linktipps

Zen Habits

Imgriff

Lifehacker

43 Folders