Einen Plan, wer braucht den schon? Ich wanderte bisher immer einfach drauf los, um meine Tagesziele zu erreichen.
Des Öfteren habe ich mich gefragt, woran es wohl liegt, dass ich manchmal am Ende eines Tages nicht alle meine Aufgaben abhaken konnte. Immer wieder kam dabei die Antwort heraus: Du nimmst dir einfach zu viel vor. Aber das allein kann es doch nicht gewesen sein. Ich bin mir sicher, da steckt mehr dahinter. Es muss an der gesamten Planung liegen, die bei mir nicht ganz rund läuft. Wie ein guter Plan nach Zen To Done aussieht, erfährt man im Kapitel „Gewohnheit 3: Planen“.
Ganz schön große Brocken
In diesem neuen Kapitel dreht sich alles um die „großen Brocken“ (engl. „Big Rocks“). Den Begriff entnahm Leo Babauta Stephen Coveys Klassiker “7 Habits of Highly Effective People”. Große Brocken sind besonders wichtige Ziele, die man unbedingt erreichen will. Ich verstehe es so, dass die dafür nötige Arbeit nicht unbedingt aufwändig sein muss, sondern einfach einen hohen Stellenwert hat. Die Fertigstellung eines langen Textes kann es für mich genau so sein, wie ein Update meines Xing-Profils. Ich bestimmte selbst, was für mich am Wichtigsten ist.
Wie ich zum Planer werde
- Die “großen Brocken”:
Am Sonntag, man könnte theoretisch auch den Montag wählen, werfe ich einen Blick auf meine To-Do-Liste, um zu planen, welche Brocken ich unbedingt in der folgenden Woche erreichen will. Diese bekommen einen festen Platz in meinem Terminplan. Kleinere Brocken werde ich später hinzufügen. Für die ersten dreißig Tage nehme ich mir pro Woche fünf vor. Leo schreibt, zwischen vier und sechs wären OK. - Der Zeitplan:
Die großen Brocken verteile ich in meinem Wochenplan als feste Termine. Ich nutze Google Kalender. Für jeden Big Rock reserviere ich mir höchstens zwei Stunden. Diese wichtigsten Aufgaben versuche ich möglichst früh am Morgen einzuplanen. - Die wichtigsten Tagesaufgaben:
An diese Regel muss ich mich nun wirklich mal halten: Nehme dir pro Tag „nur“ ein bis drei wichtige Dinge vor. Die „drei großen Brocken des Tages“. Das können Aufgaben sein, die man vorher als einen großen Brocken der Woche ausgewählt hat, aber auch andere Dinge. Die Hauptsache ist: Das Wichtigste kommt immer zuerst. Bitte alles, so früh wie es geht. Diese Brocken liste ich jeden Morgen auf einem Blatt Papier auf. Eine kreativere Lösung ist in Planung. - Erledige sie.
Ganz entscheidend: Ich muss jeden Brocken zu Ende bringen. Damit das klappt, schließe ich mein E-Mail– und Twitter-Programm, schalte mein Telefon auf stumm, recherchiere nicht noch mal eben etwas im Netz oder arbeite zwischen durch meinen Papiereingang durch. Die letzten Tage ist es mir gelungen, mit dieser Methode viel konzentrierter zu arbeiten. Wenn ich dann eine Aufgabe zu Ende gebracht habe, belohne ich mich entweder mit einem leckeren Latte Macchiato oder schaue auf meinen Lieblingsblogs vorbei. Aber danach geht es gleich mit der zweiten Aufgabe weiter. Hört sich ganz schön hart an, ist es auch. Noch. - Schau zurück und grinse.
Wenn es dann alles reibungslos funktioniert, wäre das ein weiterer Erfolg, den ich mit Zen To Tone verbuchen kann. Auch, wenn es zurzeit noch an der einen oder anderen Stelle hapert, werfe ich nach jedem erreichten Ziel einen Blick aus dem Fenster und strahle dabei „zufrieden übers ganze Gesicht“.
Vorschau
Im nächsten Teil der Serie geht es um Leo Babautas Tipps, mit denen man ein Frühaufsteher wird. Ob mir das mit seinen Methoden gelingen wird?
Über die Serie »Zen To Done« — der Praxistest
Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Jede Woche berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9
Das Begleitbuch »Zen To Done«
Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.
Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«
Leo Babautas Blog Zen Habits




