»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 11: Guten Morgen Welt!

»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 11: Guten Morgen Welt!

Frühaufstehen ist nicht jedermanns Sache. Welcher Typ bin ich denn — Lerche oder Eule?

Eine der Regeln des Kapitels „Gewohnheit 3: Planen“ lautet: Reserviere dir früh am Morgen Zeit für deine wichtigsten Tagesaufgaben. Aber wann ist für mich der früheste Zeitpunkt, an dem ich auch garantiert produktiv sein kann?

Extrem früh!

Leo Babauta, Autor des Buches „Zen To Done“, ist ein echter Frühaufsteher. Wie er es schaffte, sich daran zu gewöhnen um 4.30 Uhr aufzustehen, könnt ihr hier auf Zen Habits nachlesen. Bin ich auch dafür geeignet so früh das warme Bett zu verlassen?

Aufstehen ist Typsache

Chronobiologen der Berliner Charité wiesen nach, dass bereits im Mutterleib genetisch festgelegt wird, ob wir eine Lerche oder eine Eule sind. Das kann man genauer in einem schönen Artikel des Blogs Karrierebibel nachlesen. In einer Grafik wird hier gezeigt, zu welcher Zeit die beiden Typen ihre Hoch– und Durchhängerphasen am Tag haben.

Verhalte dich nicht wie eine Eule, obwohl du eine Lerche bist

Leo empfiehlt, am Anfang seiner Frühaufsteher-Karriere keine extremen Veränderungen vorzunehmen. Fünfzehn bis dreißig Minuten früher aufwachen, als gewöhnlich, reicht zunächst. Dann sollte man nach ein paar Tagen noch fünfzehn Minuten dranhängen, bis die Zielzeit erreicht ist.
Bevor man diesen Rat befolgt, wäre es meiner Ansicht nach sinnvoll, erst einmal herauszufinden, ob man eine Lerche oder eine Eule ist. Das erspart einem sicher jede Menge Frust, sollte man eine Eule sein. Mein Tipp für Spätaufsteher: Erforsche den Grund, warum du dich wie eine Eule verhältst. Denn sollte es nur die alte (faule) Gewohnheit sein, ist Leos Methodik vielleicht eine gute Möglichkeit, um die Lerche in dir zu entdecken.

Keine typische Lerche

In der Schulzeit bis hin zum Abi war ich mir sicher: Ich bin keine Lerche. Der Wecker holte mich jeden Morgen um 6.30 Uhr aus dem gefühlten Tiefschlaf. Um 7.50 Uhr begann die erste Stunde — für mich zu früh, um hundert Prozent produktiv zu sein. In meiner Diplomphase hatte ich trotzdem noch einmal den Versuch gewagt, früh aufzustehen, so gegen 7 Uhr. Doch es hatte sich herausgestellt, dass ich immer noch um 8 Uhr zu müde war, um mich gut zu konzentrieren.

Eine frühe Eule

Heute mache ich keine Experimente mehr, da ich weiß, wie ich ticke. Laut der Grafik hat die durchschnittliche Eule zwischen acht und zehn eine schlechte Konzentrationsphase. Da meine „kreative Hochphase“ statt um 10 bereits um 9 beginnt und gegen 11, statt um 12 Uhr endet, bin ich wohl keine typische Lerche und auch keine Vorzeige-Eule. Vielleicht aber einfach eine frühe Eule. Grafik hin oder her: Ich stehe nun immer um 7.45 Uhr auf, um dieses Hoch ab 9 Uhr komplett auszunutzen. Das wichtigste ist doch: Bin ich morgens ausgeschlafen, bleibe ich auch den gesamten Tag über wacher und folglich produktiver.

Wie geht euch das so? Seid ihr mehr Lerchen oder Eulen oder n’ganz anderer Vogel?



Über die Serie »Zen To Done«   —   der Praxistest

Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Jede Woche berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Teil 1, Teil 2, Teil 3Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10

Das Begleitbuch »Zen To Done«

Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.

Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«

Leo Babautas Blog Zen Habits