»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 12: Der Plan geht auf

»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 12: Der Plan geht auf

Nach dreißig weiteren Tagen Zen To Done weiß ich jetzt: Ohne einen Plan wäre ich völlig aufgeschmissen.

Kennt ihr dieses Gefühl, sich am Ende einer Woche total gestresst zu fühlen, weil man wieder mal so viel gearbeitet hat und trotzdem nicht so gut benennen kann, welche Ziele man erreicht hat?
„It’s about getting the important stuff done“, schreibt Leo Babauta über Produktivität. Produktiv sein bedeutet also nicht besonders viele Dinge in den Griff zu kriegen.
Es ist für mich gar nicht so einfach, sich auf die wirklich wichtigen Dinge zu konzentrieren, um sie auch tatsächlich in einem Rutsch zu erledigen. Damit das besser klappt, macht man sich nach Zen To Done am Besten einen Plan. Die letzten dreißig Tage habe ich genau das ausprobiert — mit einem Plan meinen Tagesablauf besser zu organisieren. Was bei mir besser und was schlechter funktioniert, erfahrt ihr im Anschluss.

Die fünf großen Brocken

Am Anfang jeder Woche checke ich meine To-Do-Liste und überlege, welche fünf Dinge, großen Brocken, unbedingt bis zum Ende der Woche vom Tisch sein müssen. Die habe ich mir dann in meinen Terminkalender in den frühen Morgenstunden (ab 9 Uhr) eingetragen. Die Brocken, so empfiehlt es Leo, sollte man in Blöcken von einer oder zwei Stunden unterbringen. Für wichtige Aufgaben, die ich nicht innerhalb von zwei Stunden erledigen kann, weil sie einfach ihre Zeit brauchen, reserviere ich zwei oder auch drei Blöcke.
Von den fünf großen Brocken schaffe ich inzwischen immerhin mindestens drei und in einer Woche habe ich tatsächlich fünf geschafft. Das ist für mich ein riesen Erfolg.

Die drei Tagesaufgaben

Jeden Morgen setze ich mich gleich als Erstes an meine To-Do-Liste und picke mir drei Dinge heraus, die ich an einem Tag schaffen will. Eine davon ist immer ein großer Brocken, der in meinem Kalender steht. Drei Dinge — hört sich wenig an, manchmal habe ich aber nur eine Aufgabe abhaken können. Das liegt zum Einen sicher daran, dass ich mich immer noch leicht ablenken lasse, zum Beispiel vom Ton für eine neue E-Mail. Manchmal vergesse ich nämlich, vielleicht absichtlich, das Mailprogramm zu schließen. Außerdem passiert es mir an manchen Tagen, dass ich doch noch mal so kleine Aufgaben mit einschiebe, an denen ich mich dann zulange festbeiße. Oder aber eine Aufgabe ist viel zeitintentiver, als ich gedacht habe, sodass für die anderen keine Kapazitäten mehr frei sind.
Da man durch den ZTD-Plan eh schon versucht, das Wichtigste zu filtern und in die Hand zu nehmen, hat man doch schon sehr viel erreicht, wenn nur eine von drei Tagesaufgaben erledigt wurde. Oder, wie seht ihr das?

Never give up!

An manchen Tagen klingen die drei Wörter Zen — To — Done für mich nach harter Disziplin, obwohl ich weiß, dass Leo Babauta genau das mit seinem Produktivitätssystem nicht bezweckt. Natürlich denke ich dann auch mal daran, das alles hier abzubrechen. 
Doch in solchen Momenten wird mir klar, dass ich viel zu wenig darauf zurückblicke, was sich bei mir durch ZTD schon zum Positiven verändert hat. Zum Beispiel das Durcharbeiten, das ist wirklich zur richtigen Gewohnheit geworden. Sicher, an manchen Tagen, wenn mich eine Aufgabe so sehr in Anspruch nimmt, vernachlässige ich die eine oder andere Gewohnheit. Aber ich bin doch auch keine Maschine. Das Zurückblicken ist ja auch eine Art Belohnung. Belohnen — das ist das Stichwort. Dieses Mal habe ich mir überlegt, euch und mich mit etwas zu belohnen, was ausnahmsweise nichts mit Arbeit zu tun hat.

„Urban Abstract“

Lasst einfach die Gedanken schweifen und schaut euch das Video „Urban Abstract“ an, dabei kann man wunderbar vom Alltagsstress abschalten.

http://www.vimeo.com/7681282

Quelle: Vimeo

Hier gibt es Infos zum Konzept des Videos.

(Via Yayeveryday.com)

Vorschau

Auf das nächste Kapitel „Gewohnheit 4: Handeln“ freue ich mich jetzt schon, da Leo darin noch einmal präziser darauf eingeht, mit welchen Methoden man seine großen Brocken bewältigt.


Über die Serie »Zen To Done«    —    der Praxistest

Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Alle vierzehn Tage berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Teil 1, Teil 2, Teil 3Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11

Das Begleitbuch »Zen To Done«

Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.

Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«

Leo Babautas Blog Zen Habits