»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 15: Mit System

»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 15: Mit System

To-Do-Listen sind ganz schön pflegebedürftig. Wie viele brauche ich, um gut organisiert zu sein?

Die fünfte Gewohnheit des Zen To Done lautet: „Das einfache, vertrauenswürdige System“. Wenn man dieses Kapitel bewältigen will, muss man drei Bausteine beachten:

  • Aufbau
  • Hilfsmittel
  • Gebrauch

In diesem Teil geht es erst einmal um den Aufbau. Wer bisher fleißig mitgemacht hat, muss für diesen Baustein gar nicht mehr viel tun. Denn Eingangskörbe, ein (einziger) Kalender, eine Ablage und Listen sollten bereits mit an Bord sein.

Listen erweitern

Bisher hatte ich mir angewöhnt, meine Aufgaben auf zwei einfachen To-Do-Listen, „Arbeit“ und „Privat“, zu notieren. Das Prinzip hat sich auch als sehr nützlich erwiesen. Diese beiden Listen sollen jedoch nun um ein paar weitere ergänzt werden, sie bleiben jedoch die Hauptlisten, aus denen ich meine täglichen Aufgaben und „großen Brocken“ herauspicke.

Alles schreit nach Kontexten

Die so genannten „Kontextlisten“ sind David Allens Spezialgebiet. Der GTD-Erfinder schwört darauf, getrennte Listen für zum Beispiel Anrufe, Büroangelegenheiten oder Aufgaben am Computer zu verwenden. Auch Leo Babauta befürwortet Kontexte prinzipiell, um eine einzige lange Listen zu vermeiden. Der Vorteil dieser Aufteilung besteht darin, dass man gezielt nur die Aufgaben anschaut, die man im aktuellen Kontext auch erledigen kann. Leo gibt jedoch zu bedenken, dass es auch schwierig sein kann Kontextlisten auf dem aktuellen Stand zu halten. Darum rät er, so wenig Listen wie möglich anzulegen.

Weniger ist mehr

Bevor ich Zen To Done kennenlernte, hatte ich bereits mit Getting Things Done so meine positiven und negativen Erfahrungen gemacht. Gescheitert bin ich sicher deshalb, weil ich zu viele Kontextlisten angelegt und dadurch irgendwann den Überblick verloren hatte. Aus diesem Grund habe ich mir nun genau überlegt, mit welchen wenigen Kontexten ich in Zukunft auskommen könnte. Meine Entscheidung ist noch nicht endgültig. Mal schauen, ob es mit diesen fünf Listen weiterhin gut klappt.

Folgende fünf Kontextlisten verwende ich:

  • @Arbeit
  • @Persönlich
  • @Besorgungen
  • @Warten auf
    Für Dinge, die ich gerade nicht erledigen kann, weil ich noch auf Feedback warte bzw. von etwas abhängig bin
  • @Demnächst
    Für Dinge, die ich zu einem späteren, nicht festgelegten Zeitpunkt anpacken möchte

Ergänzende Kontexte, wie bei mir @Besorgungen, @Warten auf und @Demnächst, sollten laut Leo nur bei Bedarf überprüft werden. Wichtig ist, dass man vor allem @Arbeit und @Persönlich im Blick behält.

Welche und wie viele Kontexte nutzt ihr?

Vorschau

Im nächsten Teil geht es um die Hilfsmittel und den Gebrauch des einfachen, vertrauenswürdigen Systems.



Über die Serie »Zen To Done«   —   der Praxistest

Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Alle vierzehn Tage berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Teil 1, Teil 2, Teil 3Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14

Das Begleitbuch »Zen To Done«

Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.

Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«

Leo Babautas Blog Zen Habits