»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 17: Home, sweet home

»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 17: Home, sweet home

Jedes Ding braucht seinen festen Platz. Diese Weisheit wird auch im Buch des Zen To Done groß geschrieben.

„Du wirst nie wieder etwas verlegen und suchen müssen, wenn Du Dir sie angewöhnst.“ Die Rede ist von der sechsten Gewohnheit „Organisieren“. Klingt doch verlockend, oder?

8 ZTD-Tipps und meine Erfahrungen

  • Schaffe dir ein einfaches, vertrauenswürdiges System an. Habe ich bereits. Das System ist immer noch stabil.
  • Du brauchst einen festen Platz für alle Dinge. In dieser Beziehung bin ich eigentlich gar nicht so schlecht. Für meinen Bürokram habe ich bereits feste Plätze eingeräumt. Dinge, die ich nur selten zu Hause benötige, bewahre ich in Boxen auf. Es gibt zum Beispiel eine Box, in der ich nur Deko– und Verpackungsmaterialien sammele. Oder eine Technik-Kiste, in der zum Beispiel Kabel und mein alter MD-Player zu finden sind. Ich brauche unbedingt ein schönes Schlüssel-Board, das ich in unmittelbarer Nähe der Haustür anbringen möchte. Dort hätten dann alle Schlüssel ihren sicheren Platz.
  • Du benötigst ein einfaches Ablegesystem für deine Dokumente. Auch das habe ich schon. Dabei ist super wichtig: „Lege nie einen Mappe ‚Vermischtes‘ an.“ Diese Regel ist manchmal echt hart für mich. Ich habe zwar keinen Ordner für Verschiedenes, aber manchmal passiert es, dass ich zu faul bin für eher unbedeutende Dinge einen neuen Trennstreifen zu beschriften. Man muss sich manchmal einfach zwingen.
  • Lege alles sofort ab. Wenn das wirklich mal zur Gewohnheit werden würde, wäre das so so genial. Mit meinen Papieren klappt das wunderbar. Eine Ausnahme: Kassenbons für eventuelle Umtauschaktionen. Das liegt daran, dass ich mir eine Klarsichthülle in einem Ordner nur für private Bons angelegt habe, und häufig keine Lust habe, den extra herauszuholen. Aus diesem Grund habe ich mir jetzt eine schöne Kiste in einer Küchenschublade reserviert. Damit fällt es mir viel leichter, die Bons auch gleich abzulegen.
  • Du brauchst Training. Wie für alle anderen ZTD-Gewohnheiten, nehme ich mir auch für das „Organisieren“ dreißig Tage Zeit.
  • Achte auf die „Übergänge“. Diese Regel finde ich total klasse. Nachdem ich eine Aufgabe erledigt habe, versuche ich nicht sofort an die nächste zu denken oder gleich eine Pause zu machen. Stattdessen nutze ich die Übergangszeit, um Dinge, die ich gerade gebraucht habe, vor dem nächsten Schritt an ihre festen Plätze abzulegen.
  • „Die flachen Oberflächen müssen leer bleiben.“ Okay, das ist wirklich neu für mich. Aber es macht sicher Sinn auf Flächen, wie Tische, auch der Schreibtisch, Betten oder den Boden keine Dinge liegenzulassen. Da hat man es schon – das Wort „Liegenlassen“. Wenn ich mich so umschaue, liegen genau an diesen Stellen nämliche Dinge, die dort nicht ihren festen Platz haben. Noch sind nicht alle besetzten Flächen freigeräumt. Dafür brauche ich definitiv noch mehr Zeit.
  • Überprüfe ab und zu alles. Ob so manches Ding seinen idealen Platz hat, werde ich sicher erst nach einer Weile herausfinden. Den Tipp sich lieber drei Scheren anzuschaffen, wenn man eine regelmäßig in mehreren Räumen benötigt finde ich super. Eine zweite Schere steht bereits auf meiner „@Besorgungen“-Liste.
    Entrümpelungsaktionen habe ich mir schon seit einer Weile angewöhnt. Ob Klammotten oder dieser ganze Krimskrams, der sich nach einer Zeit ansammelt. — Schränke und Boxen werden jetzt von mir noch regelmäßiger nach nicht gebrauchten Dingen oder unnützem Zeug durchgesehen.

Vorschau

Im nächsten Teil gibt es einen Rückblick auf das neunte Kapitel „Gewohnheit 6: Organisieren.“



Über die Serie »Zen To Done«    —    der Praxistest

Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Alle vierzehn Tage berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Teil 1, Teil 2, Teil 3Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15, Teil 16

Das Begleitbuch »Zen To Done«

Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.

Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«

Leo Babautas Blog Zen Habits