»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 19: Hinterm Horizont …

»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 19: Hinterm Horizont …

Meine Lebensziele? Nein, die hatte ich bisher noch nicht notiert. Das zehnte Kapitel verlangt einen Blick in die Zukunft.

Nach einer harten Arbeitswoche kann das Wochenende für mich manchmal gar nicht schnell genug beginnen. Einen persönlichen Wochenrückblick habe ich bisher nach Feierabend immer ausgeklammert. Ist doch nur zusätzliche Arbeit, warum also nochmal Aufgaben und Termine wälzen? Leo Babauta würde an dieser Stelle wahrscheinlich zu mir sagen: „Gerade nach einer stressigen Woche solltest du unbedingt ein Resümee ziehen.“

Klarer Blick nach vorne und zurück

Der Zen-To-Done-Autor schreibt, dass selbst das beste System nach einer harten Wochen kollabieren würde, es sei denn man macht einen Wochenrückblick. Diese siebte ZTD-Gewohnheit umfasst fünf Schritte – Ich habe mir zunächst die ersten vier vorgenommen …

„Überprüfe Dein Jahres– und Wochenziel“.
Puh – schwere Aufgabe für mich, denn bevor ich diesen Schritt machen kann, muss ich mir erst einmal darüber klar werden, welche Ziele ich mir für mein Leben setze bzw. schon gesetzt habe. Dinge, die ich eines Tages erreichen möchte, hatte ich mir schon einmal notiert, aber nicht so sehr auf das ganze Leben fokussiert. Nach dieser „Einsicht“ fragte ich mich, was ich 2010 tun könnte, um meinen Lebenszielen einen Schritt näher zu kommen. Daraus ergab sich dann mein Jahresziel. Man sollte sich auch wirklich nur eins vornehmen, rät Leo.

Als nächstes setzte ich mir ein kurzfristiges Ziel für die Woche, das mir dabei helfen könnte mein langfristiges Jahresziel zu erreichen. Das Aufschreiben dieser Ziele ist die Vorbereitung für den eigentlichen wöchentlichen Rückblick. Entscheidend ist hier wohl, dass man seine gemachten Fortschritte in der vergangenen Woche überprüft. So verliert man seine Ziele nicht mehr aus dem Auge. 

Um mich ausschließlich auf meine Ziele — Träume und Wünsche inbegriffen — zu konzentrieren, habe ich mein Notebook zugeklappt und stattdessen Papier und Stift in die Hand genommen.

Vorgesehener Zeitaufwand (beim ersten Mal): Zehn bis fünfzehn Minuten. Knapp berechnet, wenn man seine Lebensziele vorher noch nicht notiert hat. Später sollten fünf Minuten pro Woche genügen, um seine Aufmerksamkeit auf die eigenen Ziele zu richten.

„Überprüfe Deine Notizen.“
Meine Stöberphase. Alle Notizen, die ich in der vergangenen Woche nicht angefasst hatte, versuchte ich ausfindig zu machen. Zum Beispiel Telefonnummern, die ich nicht übertragen hatte, ließen sich dann in der vorgesehenen Zeit von fünf bis zehn Minuten gut übertragen.

„Überprüfe Deinen Kalender.“
Termine, die sich verschoben haben, trage ich eigentlich immer sofort neu ein, wenn ich die Info dazu erhalten habe. Aber das Überprüfen wurde an anderer Stelle wichtig für mich: Und zwar als ich den Blick in die kommende Woche lenkte und checkte, welche Aufgaben so anstanden. Vorgesehener Zeitaufwand: Fünf Minuten.

„Überprüfe Deine Listen.“
Auf Aktualität. Und zwar alle Kontextlisten, die ich führe, habe ich unter die Lupe genommen. Das war echt ne Menge Arbeit. Aber vielleicht werde ich ja wirklich dadurch eines Tages fokussierter an meinen Aufgaben und Zielen arbeiten können.

… und was haltet ihr von einem Wochenrückblick? Ich bin gespannt auf eure Tipps und Erfahrungen.

Vorschau

Im nächsten Teil werde ich mich mit dem fünften Schritt des Wochenrückblicks beschäftigen und berichten, ob sich die siebte Gewohnheit erfolgreich eingestellt hat.



Über die Serie »Zen To Done«      —      der Praxistest

Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Alle vierzehn Tage berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.


Teil 1, Teil 2, Teil 3Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15, Teil 16, Teil 17, Teil 18

Das Begleitbuch »Zen To Done«

Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.

Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«

Leo Babautas Blog Zen Habits