»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 21: Ab in die Tonne

»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 21: Ab in die Tonne

Streichen, reduzieren, erledigen. Mit dem elften Kapitel wird alles noch viel einfacher.

Beschränke dich auf das Wesentliche! Diese Message ist an sich nichts Neues. Jedes Zen-To-Done-Kapitel, das ich bisher gelesen habe, beschäftigt sich auf die eine oder andere Art mit dem Thema „Vereinfachen“, der offiziell achten ZTD-Gewohnheit.

Zwei Tools — mehr nicht?

Mit dem „Prozess des Eliminierens“ verfolgte Leo Babauta das Ziel, letztendlich nur noch mit zwei Tools zu arbeiten. Erstens einer To-Do-Liste, auf der im wesentlichen die drei wichtigsten Aufgaben des Tages stehen und zweitens einem Kalender, den er nur für feste Termine nutzt.

So geht der Prozess des Eliminierens

  • „Streichen, streichen, streichen.“ Am Besten die Hälfte aller Punkte, die auf den Projekt– und Aufgabenlisten stehen — ein ganz schön ambitioniertes Ziel, ganz die Hälfte habe ich nicht geschafft. Streichen konnte ich, wie vorgesehen, Aufgaben, die ich bereits erledigt hatte, delegieren konnte, sowie unwichtige Dinge.
  • „Reduziere Deine Verpflichtungen.“ Das geht nur, indem man sich gelegentlich traut, auch mal nein zu sagen. Aber das ist meist leichter gesagt, als getan. Wichtig ist wohl, dass man auf sein Gespür vertraut, welche Verpflichtungen einfach zuviel sind und dazu führen, dass man sich am Ende übernimmt. Dafür braucht man aber sicher eines ganz bestimmt: Erfahrungen.
  • „Reduziere Deinen Informationsfluss.“ Das habe ich schon etliche Male getan. Zu radikal, wie ich finde. Als Autorin arbeite ich mit vielen Informationskanälen — ganz klar. Deshalb habe ich mir zum Beispiel wieder einen Offline-RSS-Reader installiert und viele alte Feeds, die ich gelöscht hatte, neu abonniert. Trotzdem versuche ich immer mal wieder zu überprüfen, welche Feeds oder Newsletter für mich wenig ergiebig sind. Die streiche ich dann immer sofort. Das geht für mich am Besten während des Wochenrückblicks.
  • „Was hat den meisten Wert?“ Wichtig ist hier, sich auf seine „großen Brocken“ der Woche (bei mir fünf) und des Tages (drei) zu konzentrieren. Das klappt bei mir schon ganz gut.
  • „Erledige kleinere Aufgaben am Stück.“ Dieser Tipp hat mir besonders gut geholfen. Ich versuche jetzt immer Kleinigkeiten, die anfallen, den ganzen Tag über zu sammeln, mit dem Ziel sie kurz vor Feierabend abzuhaken. Dreißig Minuten Zeit dafür einplanen, halte ich auch für angebracht. So muss ich nicht immer zwischen einer wirklich wichtigen Aufgabe und einer nebensächlichen Tätigkeit switchen.

Fazit

Dass ich nun nur noch einen Kalender und eine Liste mit im wesentlichen drei Tagesaufgaben verwende, kann ich leider nicht behaupten. Vielleicht hat es Leo auch nicht so genau gemeint? Mein kleines Notizbuch, das einfache, vertrauenswürdige System (mit TaskPaper) oder mein RSS-Reader sind für mich zum Beispiel Tools, die mir die Arbeit sehr erleichtern.
Das Kapitel hat mir dennoch sehr dabei geholfen, Prioritäten zu setzen und mich auf die wichtigsten Dinge zu konzentrieren.

Ein Bericht machte es mir einfacher

Normalerweise schreibe ich pro Kapitel zwei Erfahrungsberichte, die ich hier auf Orangetopic veröffentliche. Da es sich dieses Mal um die Gewohnheit „Vereinfachen“ drehte, habe ich nur diesen einen Bericht verfasst. Passte einfach gut zum Thema!

Vorschau

Im nächsten Teil berichte ich von meinen ersten Erfahrungen mit der neunten Gewohnheit „Routinen“.



Über die Serie »Zen To Done«  —  der Praxistest

Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Alle vierzehn Tage berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.


Teil 1, Teil 2, Teil 3Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15, Teil 16, Teil 17, Teil 18, Teil 19, Teil 20

Das Begleitbuch »Zen To Done«

Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.

Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«

Leo Babautas Blog Zen Habits