»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 22: Total routiniert

»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 22: Total routiniert

Und täglich grüßt das Murmeltier: Mit der neunten Gewohnheit „Routinen“ bringe ich noch mehr Struktur in meinen Tagesablauf.

Der Begriff „Routine“ hatte für mich bisher immer einen negativen Beigeschmack. Langweilig, eingefahren, stupide — das waren die Worte, die mir zum Thema Routinen spontan in den Sinn kamen.

Routinierter werden

Dass ein fester Termin mit meinem Lieblingscafé um 16 Uhr von Montag bis Freitag selbstverständlich eine tolle Routine wäre, ist klar. Aber wie steht’s mit Bad putzen, Wäsche waschen, oder Pfandflaschen wegbringen? Viele lästige Aufgaben kosten einfach immer wieder Überwindung. Häufige Konsequenz: Ich schiebe sie auf. Wäre es also nicht sinnvoll, auch für unangenehme Aufgaben einen festen Termin zu machen, damit ich sie routinierter erledige? Vielleicht ist dann nerviger Kram gar nicht mehr so nervig.

Rituale braucht der Mensch

Die Idee von Leo Babauta Routinen zu entwerfen, finde ich super. Ich würde lieber gern von Ritualen, als von Routinen sprechen. Hört sich gleich viel positiver an. Rituale, die man in seinen Alltag einplant, helfen dabei, eine Tagesstruktur zu schaffen. „Der Tagesablauf ist nicht mehr so unstrukturiert und es wird einfacher, all die Dinge zu erledigen, die man erledigen muss oder möchte“, schreibt Leo Babauta. So muss ich gar nicht erst darüber nachdenken, welche wichtigen Dinge noch darauf warten, erledigt zu werden.

Leos Tipps

Hier schon einmal drei erste Tipps von Leo Babauta, die mir dabei geholfen haben, meine Rituale zu entwerfen.

  • „Mach eine Liste mit all den Dingen, die Du in Deinem Arbeitsleben erledigen musst und erreichen willst.“ Gemeint sind große und kleine Aufgaben. „Drei wichtige Aufgaben für den Tag festlegen“ ist bei mir bereits zum Ritual geworden.
  • „Mach eine weiter Liste mit all den Dingen, die Dein Privatleben betreffen.“ Super Tipp, denn diese Liste bot mir eine gute Gelegenheit gleich auch die Dinge aufzuschreiben, die ich in meiner Freizeit schon lange mal machen wollte.
  • „Schau Dir dann Deine Listen an und versuche, kleinere Aufgaben zu gruppieren, wo es sinnvoll ist.“ Etwa zu „Besorgungen“. Die Idee einen festen Termin zu haben, an dem man einen Speiseplan und eine Einkaufsliste macht, find ich auch gut. So würde ich einige Gänge in den Supermarkt sparen. Der „Schreibtischtag“ für Papierkram gefällt mir auch.

Mehr Platz für Spontanität

Im Grunde schaffe ich mir mit Ritualen (Routinen) Freiräume für spontane Aktionen, weil ich mir meine Zeit bewusst einteile. Soweit ich die Möglichkeit dazu habe, liegt es nur an mir, ob ich meinen Tagesablauf abwechslungsreich gestalte. Wichtig ist sicher nur, dass ich nicht zu streng mit mir bin. Wenn ich mal ein Ritual nicht einhalte, weil ich lieber mit Freunden Eis essen gehen möchte, ist das noch längst kein Weltuntergang.

Vorschau

In zwei Wochen werde ich euch die restlichen Routinen-Tipps von Leo vorstellen.



Über die Serie »Zen To Done«   —   der Praxistest

Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Alle vierzehn Tage berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.


Teil 1, Teil 2, Teil 3Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15, Teil 16, Teil 17, Teil 18, Teil 19, Teil 20, Teil 21

Das Begleitbuch »Zen To Done«

Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.

Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«

Leo Babautas Blog Zen Habits