Etwas mit Leidenschaft zu tun, macht mich glücklich. Aber muss ich deshalb gleich ein Business daraus machen?
Nun stehe ich kurz vorm Ziel. Circa zehn Monate habe ich mich mit dem Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta beschäftigt. Und am Ende heißt es nun: „Finde Deine Leidenschaft“. Hoho! Laut Leo Babauta ist diese letzte Gewohnheit die schwierigste und wahrscheinlich auch die wichtigste. Dennoch sei sie nicht essentiell für das Zen-To-Done-System. „Aber dieser Schritt wird Dich nicht nur viel glücklicher machen, sondern auch produktiver“, schreibt er.
Trick 17?
Es klingt an dieser Stelle wie ein einfacher Trick:
„Wenn Du von ganzem Herzen etwas tun willst, dann wirst Du wie verrückt daran arbeiten, damit anzufangen. Du wirst extra hart arbeiten, Du wirst noch mehr Stunden investieren, und die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass Du die Arbeit daran aufschiebst.“
Leos Vorschläge, …
wie man seine Leidenschaft findet
- Denke mal darüber nach, was du bereits mit Liebe tust.
- Stelle dir die Frage, über welche Themen du stundenlang lesen könntest.
- Mache ein Brainstorming und schreibe alles auf, was dir in den Sinn kommt und dich gerade inspiriert.
- Befrage andere und schaue im Netz nach Möglichkeiten und Ideen.
- „Probiere deine neue Idee zuerst aus“ — zum Beispiel als Hobby oder Nebenjob.
- „Gib nicht auf.“ Es könnte auch Monate oder Jahre dauern, bis du die „richtige“ Idee gefunden hast.
wie man von seiner Leidenschaft leben kann
- „Kündige noch nicht Deinen eigentlichen Job.“
- Mach dich schlau, wer sonst noch deinen Traumjob ausübt. Die Erfahrungen anderer sind immer inspirierend.
- Erkundige dich, welche Fähigkeiten du eventuell erlernen musst und ob du eine Ausbildung oder ein Studium benötigst.
- Erstelle einen Plan, um Lösungen für alle Probleme zu entwickeln.
- „Werde aktiv.“ Du musst dich schon anstrengen, um deinen Traum irgendwann einmal zu leben.
- „Übe und übe, und übe dann noch ein wenig mehr.“
- „Bleib dran“ und gib nicht auf, sollten dir Steine in den Weg gelegt werden. Immer weiter anrufen, Bewerbungen verschicken und Kontakte knüpfen …
Die Suche lohnt sich immer
Leos Vorschläge richten sich vor allem an diejenigen, die unzufrieden mit ihrer momentanen Jobsituation sind und ihre Leidenschaft noch nicht gefunden haben.
Ich bin auch fest davon überzeugt, dass sich die Suche nach der Leidenschaft immer lohnt. Leos Tipps können sicher hilfreich dabei sein, sie gezielt zu finden. Die Frage, die ich mir dabei allerdings stelle: Muss ich denn meine Leidenschaft zum Beruf machen? Kann es nicht viel erfüllender für mich sein, mir meine Leidenschaft zu bewahren, ohne dabei gleich ans Geld denken zu müssen? Insofern finde ich Leos Tipp hilfreich, nicht gleich den Job zu kündigen, sondern in der Freizeit seine Leidenschaft „ernsthafter“ zu verfolgen. Wenn es natürlich (irgendwann) klappt, Geld zu verdienen und dabei seine Arbeit nicht (mehr) als „Arbeit“ zu sehen — wunderbar!
Mein ganz eigenes Ding
Die Dinge, für die ich richtig brenne, kamen eine ganze Weile viel zu kurz. Erst als ich mich ernsthaft damit beschäftigte, was ich eigentlich so sehr liebe, kam mir vor etwa einem Jahr die Idee: Ich wollte schon immer ein eigenes Online-Magazin gründen.
Mit Orangetopic konnte ich sie schließlich ausleben — meine Leidenschaft über das zu schreiben, was mir gefällt und es mit euch zu teilen. Toll – mein ganz eigenes Ding!
Wie geht ihr denn mit diesem emotionalen Thema „Leidenschaft und Job“ um?
Vorschau
Im letzten Teil dieser Serie fasse ich für euch die für mich wertvollsten Tipps von Leo Babauta aus seinem „Zen To Done“ zusammen. Ob ich es in zwei Wochen schaffe, kann ich nicht hundertprozentig versprechen.
Über die Serie »Zen To Done« — der Praxistest
Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Alle vierzehn Tage berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.
Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7, Teil 8, Teil 9, Teil 10, Teil 11, Teil 12, Teil 13, Teil 14, Teil 15, Teil 16, Teil 17, Teil 18, Teil 19, Teil 20, Teil 21, Teil 22, Teil 23
Das Begleitbuch »Zen To Done«
Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.
Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«
Leo Babautas Blog Zen Habits





Einfach mal zwischendrin: Vielen Dank für die schöne Serie zu diesem Thema! Da auch ich mich damit befasse und immer wieder in ähnlichen Stadien steckte, immer wieder schöne Anregungen. Und noch was ganz anderes off-topic: Herzlichen Glückwunsch! Wozu? Das ist das einzige Blog in meinem Feedreader (und da sind verdammt viele), dass auch im Reader echtes Eye-Candy bietet! Da macht das Lesen immer doppelt Spaß ;-)
Hi Valentin,
vielen Dank für deine Komplimente! :-)