»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 4: Im Sog der Digi-Tools

»Zen To Done« — der Praxistest. Teil 4: Im Sog der Digi-Tools

ZTD-Apps für Android-Smartphones

Mein iPod Touch ist inzwischen in anderen Händen glücklich und der neue Begleiter an meiner Seite heißt seit ein paar Monaten HTC Magic. Ich muss zugeben, dass ich bisher kein GTD-App für Android ausprobiert hatte. Das hat vor allem damit zu tun, dass ich mit meinem Moleskine sehr zufrieden bin. Mit meinem HTC nutze ich vor allem, jetzt kommt die große Überraschung, die Google-Anwendungen Kalender, Googlemail und Reader. Ich bin sehr zufrieden mit diesem Gerät, weil es ebenfalls sehr intuitiv zu bedienen ist. Dennoch habe ich mich mal schlau gemacht, welche Apps beliebt sind.

Shuffle

Das Blog „The Getting Things Done“ empfiehlt das kostenlose Android-Tool Shuffle von Andy Bryant. Ich habe das App auf meinem Handy installiert und ausprobiert. Es macht auf mich einen aufgeräumten Eindruck. Shuffle ist sogar in deutscher Sprache erhältlich. Grundsätzlich unterscheidet sich das Programm nicht von Things. Beide Tools basieren auf GTD. Wie man Shuffle als Notizbuch nach ZTD nutzen könnte, ergibt sich somit aus meiner Beschreibung oben.

Fazit

Der Design-Faktor steht bei Android-Anwendungen deutlich im Hintergrund. Ganz im Gegensatz zu iPhone-Anwendungen. Schönes Design macht einfach mehr Spaß und ist für mich ein entscheidendes Kriterium bei der Auswahl eines Tools. Auch Shuffle überzeugt mich nicht ausreichend, obwohl es sehr einfach zu bedienen ist und mir unter den Android-GTD-Tools am Besten gefällt.

Alternative Tools

Action Complete
(Andere Tools wie OpenLoopz oder AC Inbox haben mich gar nicht überzeugt.)

Digi-Tools sind gefährlich

Viele Android-Apps, die auf GTD basieren, habe ich nicht getestet, was zum einen daran liegt, dass ich bisher keines gefunden habe, das meinen ästhetischen Ansprüchen genügt. Die Auswahl erscheint mir außerdem (noch) sehr gering.
Ich werde jedoch das Gefühl nicht los, dass ich langsam verstanden habe, wie ich meine Produktivität langfristig nicht fördern werde. Nämlich durch das Austesten der vielen, vielen Tools. Diese Spielerei und Jagd nach dem optimalen Tool ist gefährlich für mich. Darum habe mich für den einfachen Weg entschieden. Und das ist, so sieht es auch „Zen To Done“ vor, eigentlich auch genau der richtige Weg. Als Notizbuch verwende ich weiterhin mein Moleskine und meine To-Do-Liste führe ich auf einem einfachen weißen Zettel, den ich auf meinem Schreibtisch platziert habe. Eventuell tausche ich mein Moleskine noch einmal gegen eines der schönen Hefte aus, die ich im dritten Teil vorgestellt habe. Denn je schöner es ist, desto mehr Spaß macht es mir auch. Außerdem muss ich gestehen, dass mein Notizbuch so winzig (6,5 x 10 cm) ist, dass ich es gestern verzweifelt überall gesucht habe. Wie ihr seht, ich brauche unbedingt noch diese eine Woche, um die Gewohnheit des Sammelns bis ins kleinste Detail zu verinnerlichen. Im nächsten Teil werde ich berichten, ob ich die erste Prüfung des „Zen To Done“ bestanden habe.

Über die Serie »Zen To Done«  —  der Praxistest

Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Jede Woche berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Das Begleitbuch »Zen To Done«

Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.

Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«

Teil 1 »Zen To Done«   —   der Praxistest. Neue Serie auf Orangetopic

Teil 2 »Zen To Done«   —   der Praxistest. Vom Jäger zum Sammler

Teil 3 »Zen To Done«   —   der Praxistest. Kleiner Retter ganz groß

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