Der Anfang ist gemacht. In dreißig Tagen habe ich meinem Kopf das Sammeln beigebracht.
An so manchen Tagen packte mich die Skepsis, ob „Zen To Done“ das Richtige für mich ist. Häufig dann, wenn ich gerade meine Erfahrungen aufschrieb und noch mal die letzte Woche Revue passieren ließ. Oftmals dachte ich dann:
„Du spinnst doch! Ist das nicht alles ein Zacken zu übertrieben? Soviel Wirbel um ein Selbstmanagementsystem, mit dem ich die Dinge für immer und ewig geregelt bekommen soll? Glaube ich da wirklich dran?“
Als hätte ich’s geahnt: „Von nix kommt nix“
Zurück auf den Boden der Tatsachen. Zen To Done hat mir im letzten Monat viel gebracht — mindestens mehr Produktivität und stressfreie Minuten. Klar, es war Arbeit mich in die Materie einzuarbeiten, aber bisher überwiegt der Nutzen den Aufwand um ein Vielfaches.
Gewohnheit 1: Sammeln — Mission erfolgreich beendet
Die Herausforderung des vierten Kapitels aus Leo Babautas Buch „Zen To Done“ habe ich nun gemeistert. Zu meinen täglichen Gewohnheiten gehören jetzt:
- „Reduziere deine Eingänge.“
Für Post und Papiere nutze ich einen Briefkorb, der auf meinem Rollcontainer in unmittelbarer Nähe meines Schreibtisches steht. E-Mails empfange ich nur noch über drei Accounts. Einen davon nutze ich ausschließlich für Nachrichten, die ich aus Communitys bekomme.
- „Trage immer ein Notizbuch bei dir. Für alle Aufgaben, Termine und Ideen — einfach alle losen Enden.“
Als Notizbuch verwende ich ein kleines, schwarzes Moleskine, das auch in meine Jackentasche passt. Damit bin ich einfach schneller, als mit einem digitalen Tool.
- „Wenn du zurück am Schreibtisch bist, übertrage deine losen Enden in eine einfache To-Do-Liste.“
Für mich hat es sich bewährt, die losen Enden nicht 1:1 in meine Liste zu überführen, sondern noch einmal auf den Punkt zu bringen. Oftmals stehen in meinem Notizbuch nämlich nur Ideen und Skizzen.
Resumé
In den letzten dreißig Tagen ist es mir gelungen Ordnung in mein Papierchaos zu bringen. Außerdem habe ich mit meinem Notizbuch einen neuen Superhelden an meiner Seite. Woran es noch ein wenig hapert, ist das Übertragen der Notizen in die To-Do-Liste. Ich schaffe es noch nicht jeden Tag. Aber fast jeden. Das benötigt ganz schön viel Disziplin.
Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel im Zen-To-Done-Buch. Darin wird es um die Frage gehen: „Was soll man tun mit all den Dingen, wenn man sie gesammelt hat?“
Freebie: Orangetopic To-Do-Liste zum Selberbasteln
Zur Belohnung für euch und mich: Die Orangetopic To-Do-Liste als Download. Gestaltet und illustriert von meiner guten Freundin Janet. Sie ist freie Grafikdesignerin und lebt in Montreal, Kanada. Wer mehr von ihr sehen möchte, besucht am Besten ihre schöne Website.
Download: orangetopic_to-do-liste.pdf
Die Orangetopic To-Do-Liste steht unter einer Creative-Commons-Lizenz.
Über die Serie »Zen To Done« — der Praxistest
Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Jede Woche berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.
- Teil 1 »Zen To Done« — der Praxistest. Neue Serie auf Orangetopic
- Teil 2 »Zen To Done« — der Praxistest. Vom Jäger zum Sammler
- Teil 3 »Zen To Done« — der Praxistest. Kleiner Retter ganz groß
- Teil 4 »Zen To Done« — der Praxistest. Im Sog der Digi-Tools
Das Begleitbuch »Zen To Done«
Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.
Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«





Vielen Dank für die tolle To-Do-Liste. Ich werde mit ihr gleich mal Deine tollen Tipps anwenden. Weiter so und viele Grüße!