Ein Zen-To-Done-Lifehacker lebt stressfreier, weil er immer alles bis zum Ende durcharbeitet.
Seit einer Woche bin ich jetzt dabei, meinem Kopf die zweite Gewohnheit einzutrichtern: Nämlich das Durcharbeiten der Dinge, die ich bisher so fleißig gesammelt hatte. Ich sehe es schon kommen, dass es in diesem Monat noch ein bisschen mehr zu tun gibt, als in den letzten dreißig Tagen. Die Puste ist mir noch nicht ausgegangen, aber gegen einen Motivationsschub hätte ich wirklich nichts einzuwenden. Mit welchen Tricks man sein Ziel weiterhin im Auge behält, verrät uns Leo Babauta in seinem Post „Top 20 Motivation Hacks“.
Keine halben Sachen mehr
Das oberste Gebot des Durcharbeitens lautet: „Arbeite immer alles bis zum Ende durch.“ Dadurch soll vermieden werden, Dinge von einem Tag auf den nächsten zu verschieben. Überfüllte Eingänge haben so erst gar keine Chance und Stress erst recht nicht. Babauta empfiehlt, mindestens einmal pro Tag seine Eingangsorte durchzuarbeiten. Wenn nötig, auch häufiger.
Wie ich zum fleißigen Durcharbeiter werde
- „Von oben nach unten vorgehen.„
Entscheide dich, jetzt oder nie, was du mit deinen Dingen machst, lautet die Devise. Ich darf gar nicht erst in Versuchung kommen, langweilige oder unangenehme Dinge auszulassen, zurückzulegen und somit die Entscheidung, was ich damit tue, aufzuschieben. - „Wegwerfen.“
Mal ganz rational gefragt: Wozu etwas aufbewahren, was man nicht braucht? Okay, unnützes Zeug wandert gleich in den Papierkorb. - „Delegieren.“
Geh mir aus dem Weg: Anfragen oder Aufgaben, die ich gar nicht persönlich erledigen kann, leite ich sofort an die richtige Person weiter. - „Mach es sofort.„
Schaff ich das in zwei Minuten oder weniger? Wenn ja, erledige ich es sofort, anstatt es auf meine To-Do-Liste zu übertragen. - „Verschiebe es auf später.“
Dauert die Sache doch länger als zwei Minuten? Dann ab damit auf die To-Do-Liste. - „Leg es ab.„
Alles, was ich jetzt nicht brauche, aber ganz bestimmt später, lege ich ab. Und zwar sofort. In den nächsten Teilen der Serie werde ich darüber schreiben, wie und wo ich meine Mails, Informationen und Papiere ablege. Schon mal soviel: Kategorien wie “Verschiedenes” oder „Abzulegen” sollten erst gar nicht angelegt werden. Ansonsten würde ich ja alles wieder nur aufschieben. - „Lass nichts am Eingangsort.“
Entweder wegwerfen, delegieren, ablegen oder sofort erledigen, bis nichts mehr übrig bleibt. Wer einen total überfüllten Eingangskorb hat, sollte die Dinge, so schlägt es Babauta vor, erst einmal in eine Mappe legen und sich ein paar Stunden reservieren, um sie später durchzuarbeiten. - „Wiederhole diesen Prozess.“
So bleibt am Ende in meinen Eingangskörben immer genau nichts über.
Das ist wirklich ein super Gefühl, wenn ich alles fleißig durchgearbeitet habe. Sogar so gut, dass ich es unbedingt schaffen möchte, jeden Tag meine Eingänge komplett zu leeren. Und nun gibt es erst einmal eine Belohnung: Eine Runde Shopping und im Anschluss ein leckeres Stück Kuchen in meinem Lieblingscafé.
Vorschau
Nun bleibt noch die Frage, wie ich das System des Durcharbeitens auf meine einzelnen Eingangsorte anwende. Mit diesem Thema werde ich mich in den nächsten Teilen der Serie beschäftigen.
Über die Serie »Zen To Done« — der Praxistest
Das Produktivitätssystem „Zen To Done“ von Leo Babauta basiert auf zehn Gewohnheiten. Zum Aufbau jeder einzelnen Gewohnheit, so empfiehlt Babauta, sollte man sich circa dreißig Tage Zeit nehmen. Jede Woche berichte ich darüber, wie es mir gelingt, die Theorie in die Praxis umzusetzen.
- Teil 1 »Zen To Done« — der Praxistest. Neue Serie auf Orangetopic
- Teil 2 »Zen To Done« — der Praxistest. Vom Jäger zum Sammler
- Teil 3 »Zen To Done« — der Praxistest. Kleiner Retter ganz groß
- Teil 4 »Zen To Done« — der Praxistest. Im Sog der Digi-Tools
- Teil 5 »Zen To Done« — der Praxistest. Auf und davon
Das Begleitbuch »Zen To Done«
Die Autoren des Blogs Imgriff haben das Buch „Zen To Done“ von Leo Babauta ins Deutsche übersetzt.
Hier geht’s zum E-Book »Zen To Done«
Leo Babautas Blog Zen Habits




